2016

Der Sand aus den Uhren

3. bis 22. NOVEMBER 2016
TÄGL. 11–18 Uhr

Eintritt frei

ERÖFFNUNG
Mittwoch, 2. November 2016, 19 Uhr

Vom 3. bis 22. November 2016 findet im FRANZ JOSEFS KAI 3  das Projekt Der Sand aus den Uhren, kuratiert und programmiert von dem Dichter Benjamin Kaufmann, statt.



Veranstalterin des Projekts ist die  LICRA – Ligue Internationale Contre le Racisme et l'Antisémitisme – Österreich. Internationale Liga gegen Rassismus und Antisemitismus.


Der Titel der Ausstellung bezieht sich auf Paul Celans erste, wieder zurückgezogene Publikation Der Sand aus den Urnen von 1948. Es war vor allem Celans Schreiben, das Adorno dazu brachte, seine These nach Auschwitz ein Gedicht zu schreiben sei barbarisch, zu präzisieren beziehungsweise Missverständnisse, die sie nach sich zog, aufzuklären. Angesichts der Tatsache, dass die Grenze des existenziellen Schreckens überschritten ist, das Menschsein also vernichtet, kann jedes Feilen an sprachlichen Formulierungen nur noch obszön wirken. Noch die unscheinbarste Anstrengung eines Stil finden Wollens ist also von Adornos berühmten Diktum affiziert. Dabei darf nicht vergessen werden, dass dieses ganz am Ende seines Aufsatzes Kulturkritik und Gesellschaft steht, in dem die Unmöglichkeit aufgezeigt wird, dass sich Kulturkritik als gesellschaftliche Funktion von der Abhängigkeit von dieser und der mit ihr einhergehenden Korruption befreit. Nicht nur Wortspiel, sondern jede Art von Kunstgenuss kann hier unter Gedicht subsumiert werden.



Im Rahmen von Der Sand aus den Uhren rezipieren die BesucherInnen eine Reihe von Werken aus den Bereichen der Musik und der Bildenden Kunst, die zunächst disparat erscheinen und erst durch ihr Verhältnis zueinander ihre Bedrohlichkeit entfalten. Sie alle befassen sich assoziativ mit dem Grauen der Shoah, bleiben dabei häufig zunächst vage, auf den ersten Blick für manche gar harmlos.



„Die Vergangenheit ist nicht vergangen. Der Sand aus den Uhren untersucht die zeitlichen Begriffe Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft und legt sie übereinander. Der verbreitete Begriff eines linearen Zeitverlaufs wird infrage gestellt. Unverheilte Wunden, aktuelles Leid und Bedrohung werden durch die Erinnerung als Teil der Gegenwart begriffen und nicht in drei unterschiedliche Zeitsysteme aufgeteilt. Doch auch die Brüchigkeit und Fragilität der Erinnerung sind Gegenstand der Verhandlung. 
Nach den religiösen Verboten und Kants Besprechung des Ikonoklasmus haben die Schrecken des 20. Jahrhunderts die Abbildbarkeit selbst und die althergebrachten Verfahren aller Künste infrage gestellt. Diese Erschütterung und ihre unterschiedlichen Auswirkungen in Musik und Bild werden besprochen. Denn die Bildlosigkeit angesichts des Unabbildbaren schreibt die Demut vor den Toten vor, Sprachlosigkeit angesichts des Unbesprechbaren aber würde sie verraten. 
Die Ausstellung schärft durch ihren Aufbau Aufmerksamkeit und Sensibilität der Betrachter für Sprache, Zeichen, Formen und Muster, die im Alltag allgegenwärtig sind, deren grauenhafte Rückseite aber, in die die Geschichte hineingeblutet hat, allzu oft übersehen oder übergangen wird.“ (Benjamin Kaufmann)


LYRIK

Im Rahmen der Eröffnung am Mittwoch, dem 2. November 2016 um 19 Uhr wird Benjamin Kaufmanns Gedichtzyklus In dieser Sprache, verlegt von Bernhard Cella im Salon für Kunstbuch, vorgestellt. In dieser Sprache untersucht, wie sich Bedeutung in der deutschen Sprache durch die Shoah verschoben hat. Die Kürzestgedichte von einem bis zehn Wörtern, die alle wenigstens auf zweierlei, häufig aber noch mehr Arten gelesen werden können, sind mehr Objets trouvés der Sprache als Dichtung im herkömmlichen Sinn. 




AUSSTELLUNG

Wenn die Rede vom Schweigen nur noch pathetisch und hohl tönt, so kann sich Kunst, die sich dem Erinnern an das Grauen, das aus gesellschaftlichem Versagen resultierte, widmen will, nur dadurch retten, dass sie als Intervention die kritische Funktion zu übernehmen sucht, die den sprachlichen Repräsentationen der Kulturkritik durch die gesellschaftliche Vereinnahmung unmöglich gemacht wird. Daraus, nämlich dass sowohl Genuss als auch Verstehen unter Verdacht stehen, erklärt sich der Minimalismus, die Schärfe und Reduktion der eingesetzten Mittel, die sich der Aussage verweigern. Nur der Form nach handelt es sich in Etti Abergels Arbeit Variations on Happiness (2006–2012) um weiß getünchte, notdürftige Fußbekleidung Vieler, die kontrapunktisch zum Titel die von ihr symbolisierte Leere durch die sinnlose Zentrierung als Zusammenstehen der Abwesenden noch unterstreicht. Nicht nur diese, jede interpretative Assoziation, etwa das Weiß mit südlichen Gräbern, muss in Scham enden, weil sie im Vergleich zum Anspruch des Gezeigten dem Banalen zu nahe kommt. Mit dem mehr Wollen, als da steht, muss die Interpretation dem Missverständnis ins Messer laufen, sei es bei der Brandspur in Judith Fegerls Cauter (2016), dem verblassenden Raster in Miriam Jonas Fokus (2014) oder den sich verjüngenden Schichtungen von Martin Creeds Arbeit . Mit Mark Melvins zwischen Forget und Remember wechselnder Uhr Time Piece (Bury Your Head in the Sand or Bury the Sand in Your Head) (2013/2014), den dunklen, ausfransenden Umrissen von Fritz Panzers Milchpackerl (2011)mit UBIKs weißer, ihre Bezeichnung tragender Memorial Plaque (2012–2013) und Ariel Schlesingers aus gedrehten Scherben gefügter Inside out urn (2013) wird zwar das Erinnern als Erinnern direkter angesprochen, aber für die Betrachtenden zugleich offen gelassen. Erst die Arbeit des Atelier van Lieshout CallCenter – Showerunit – Life Size (2008) stellt einen Bezug her, dem sich niemand, der die Unheilsgeschichte nicht ausblendet, entziehen kann, sodass ihr Realismus umso krasser jeglichen Versuch, sich an der Ästhetik zu ergötzen, scheitern lässt.




MUSIK
Am Freitag, den 11. November 2016 um 22 Uhr findet als Teil der Projektes im FRANZ JOSEFS KAI 3 eine Klavierperformance von Marino Formenti statt und am Dienstag, den 15. November 2016 um 20 Uhr ein Konzert mit dem Klangforum Wien.



Freitag, den 11. November 2016, 22 Uhr
Klavierperformance 
Marino Formenti, Voicelessness (2016) 

Marino Formenti ist Pianist und Dirigent. Nach Erfolgen auf der Bühne zunächst als Mitglied des Klangforum Wien, später als Solist (Salzburger Festspiele, Lucerne Festival, Teatro alla Scala) und hymnischer Kritik „Glen Gould des 21. Jahrhunderts“ (LA Times) widmet er sich in den letzten Jahren mehr und mehr eigenen Performances. In diesen spielt er für eine Person, spielt 24 Stunden am Stück, oder spielt, isst und schläft für zwei Wochen in einem immer einsehbaren Raum. Für Der Sand aus den Uhren kreiert Formenti mit Voicelessness eine neue Performance.



Dienstag, den 15. November 2016, 20 Uhr 
Helmut Lachenmann, Gran Torso (1972)

Die Uraufführung von Gran Torso war eine kleine Revolution, die alle Erwartungen an die vermeintlich konservativste Besetzung brach. Ein Streichquartett, das ohne klassische Spieltechnik auskommt, mühsam wird gekratzt, gezogen, gedrückt, gesägt, geschlagen und doch entfaltet sich eine klare, lebhafte, Melodie, die von dem gespielten ebenso sehr bestimmt wird wie von dem Ungespielten, den Leerstellen, um das das Quartett herumschleicht. Zart, aber bestimmt wird hier eine neue Sprache ertastet die seither längst kanonisch geworden ist.



Michael Denhoff, Atemwende (1987) 

Michael Denhoffs Zyklus Atemwende, aus dem einige Auszüge gespielt werden, ist eine sehr intime und offene Auseinandersetzung mit dem Werk von Paul Celan. Fern von manch bekannten Versuchen einer Nachdichtung oder Vertonung, lässt sich Denhoff auf die Ästhetik Celans ein und entwickelt aus ihr heraus ein eigenes Werk, dunkel, aber nicht düster, gespickt mit Metaphern und Verweisen. Den Formalismus der unmittelbaren Vorgänger-Generation ablehnend, enstand ein Stück das sich eher an die großen Klavier Werke von Nancarrow, Satie oder Schubert anlehnt.



Peter Ablinger, Wachstum und Massenmord (2010) 

Ein Stück für „Titel, Streichquartett und Programmnote“. Ablinger betont in seinen Notizen zum Werk, dass Titel und Programmnote, eine Inuit-Fabel über die Herkunft des weißen Mannes, keineswegs komplimentär zu verstehen sondern integraler Bestandteil des Stücks sind. Die Spielenden sehen die Noten in der Aufführungssituation zum ersten Mal. Die erste Probe ist die Aufführung. Versuch und Scheitern sind hier offensichtlich ein wichtiges Moment, zugleich aber wird in der Tradition von Cage auf die beiläufigen Geräusche verwiesen – das verrücken von Stühlen etwa, oder das Gespräch zwischen den Musikern.

Klangforum Wien

Das 1985 von Beat Furrer gegründete Klangforum Wien zählt zu den bedeutendsten Ensembles für Neue Musik. Es ist regelmäßig zu Gast bei bedeutenden Festivals wie den Salzburger Festspielen, Lucerne Festival und der Biennale di Venezia und den wichtigsten Foren Neuer Musik wie den Donaueschinger Musiktagen, den Wittener Tagen Neuer Kammermusik und den Darmstädter Ferienkursen für Neue Musik.




PUBLIKATION
Ergänzend und dokumentierend zur Ausstellung erscheint im Frühjahr 2017 eine Publikation im Passagen Verlag. Benedikt Ledebur schreibt über das Projekt mit besonderem Blick auf das Erinnerungspotential in der Kunst. Die Philosophen Eva Geulen und Gerhard Scheit diskutieren über den Zeugen bei Agamben und Primo Levi und verhandeln die Frage der Implikationen bei dessen Zitierung durch Nicht-Zeugen. 
Benjamin Kaufmann verfasst ein ästhetisches Plädoyer für homokosmische, immanente, mimetische und nüchterne Kunst ohne Dispositio.




LICRA Österreich 

Die LICRA (Ligue internationale contre le racisme et l'antisémitisme) wurde 1927 als eine der ersten NGOs gegründet und hält Beobachterstatus bei UNO und OSZE. Nach 1945 begann die LICRA die Geschichte der Shoah aufzuarbeiten, setzte sich für die Nichtverjährung der Verbrechen gegen die Menschlichkeit ein, klärte gegen Menschenverachtung auf und kämpfte für Antidiskriminierungs-gesetze. Im Februar 2001 wurde die Österreichische Sektion der LICRA gegründet. Zu ihren Tätigkeiten zählen Publikationen (u.a. MÄRZ. Literatur und Gedachtnis. März 1938.), Symposien (u.a. Frauen im Widerstand gemeinsam mit dem UNHCR) und Diskussionsabende (zuletzt Über Ungarn Sprechen u.a. mit Ágnes Heller) und Ausstellungen (zuletzt Georg Gelernter mit angeschlossener Vortragsreihe zu Georg Chaimowicz u.a. mit Robert Schindel.) 
Information:
M+43 676 78 37 307
licra@baknet.org


Informationen zur Ausstellung 
Benjamin Kaufmann
M +43 680 11 46 757
bakaufmann@baknet.org

Presse         
Christina Werner
w.hoch.2wei. Kulturelles Projektmanagment
Neulinggasse 19 / Top 22, 1030 Wien
T +43 1 524 96 46 – 22
werner@kunstnet.at

 
WHERE ARE WE NOW?
Raumproduktion, territoriale Grenzen, Migration und transnationale
Fluchtbewegungen in der bildenden Kunst





10. JUNI – 3. JULI 2016
TÄGL. 11–20 Uhr

ERÖFFNUNG
Donnerstag, 9. Juni 2016, 18 Uhr

KURATORENFÜHRUNG
jeden Donnerstag, 18 Uhr
 
BUCHPRÄSENTATION
Unlimited History
Ramesch Daha (Ed.), Revolver Berlin
Dienstag, 28. Juni 2016, 19 Uhr


(Wien, 20. Mai 2016) Wohin bewegen die demokratischen Gesellschaften sich aktuell? Was bedeutet die Vorstellung von Raum, von Territorium, wenn die Politik der Zäune und Grenzziehungen sich als fortwährendes Thema in den Alltag einzuschreiben beginnt? Bahnt sich nicht eine Groteske an, wenn mit den Bestrebungen zu wirtschaftlicher Globalisierung und Ausweitung gleichzeitig die Tendenzen zur Abschottung zunehmen?

Die Ausstellung WHERE ARE WE NOW?, die vom 10. Juni bis 3. Juli 2016 im FRANZ JOSEFS KAI 3, 1010 Wien, zu sehen ist, verhandelt virulente Themen dieser Tage. Ihr Konzept entstand vor dem Hintergrund der sich zuspitzenden humanitären und politischen Fragen angesichts der Herausforderung durch Asylsuchende sowie zunehmende Bewegungen weltweiter Migration. Jedoch wurde die Ausstellung WHERE ARE WE NOW?, an der international renommierte KünstlerInnen beteiligt sind, nicht Anlassbezogen entwickelt, sondern geht auf ein mehrjähriges Forschungsprojekt zurück.

Auf vielfältige Weise greifen KünstlerInnen unterschiedlicher Generationen aus der Russischen Föderation, aus Frankreich, Schweden, Österreich oder der Ukraine Fragen nach dem gegenwärtigen Status quo auf. Eigens für die Ausstellung erarbeitete Werke werden historischen Arbeiten gegenübergestellt. In ihrer Raumbezogenen Installation „I want to live where I сould be free“ erinnert die russische Künstlerin Masha Poluetkova an die unentwegt wachsende Zahl von Todesopfern auf den Routen der Migration. Tragisch auf die Gegenwart bezogen wirkt Peter Weibels „Europa(t)raum“ aus dem Jahr 1983. Nur auf dem Bildschirm eines Videomonitors stellt das Werk Europa dar, während es im realen Raum aus riesigen Messerklingen besteht, die mit blutig roter Farbe überzogen sind. Die Künstlerin Gabriele Sturm hingegen setzt ein Projekt fort, das an der Schnittstelle von Kulturgeschichte und Ökonomie angesiedelt ist und exotische Vögel als Handelsware in unterschiedlichen Medien darstellt. Ebenso werden neue fotografische Arbeiten der Künstlerin gezeigt, die entlang der Staatsgrenze im Gebiet von Spielfeld entstanden sind.

Das inhaltliche Spektrum der präsentierten Werke umfasst den Aspekt der Staatengründung in der bildenden Kunst als emanzipatorische, utopische Idee mit „Elgaland-Vagarland“ der schwedischen Musiker Carl Michael von Hausswolff und Leif Elggren und reicht mit der Aktion des mongolischen Künstlers Quin Ga bis in den performativen Bereich. Kritisch Bezug nehmend auf den „langen Marsch“ von Mao Zedong ließ der Künstler sich dessen Route als dauerhaftes Zeichen auf den Rücken tätowieren und wanderte diese ab. Zu sehen ist ein Video und und Serie von Fotoarbeiten. Mehrere  KünstlerInnen kommen aus dem Bereich der digitalen Kunst oder beziehen ihr Bildmaterial aus dem Internet, wie etwa Ruth Schnell mit ihren sozialkritischen Erkundungen an der mexikanischen Grenze.

Grundsätzlich begreift WHERE ARE WE NOW? den Ausstellungsraum als Ort der Wissensproduktion und der kritischen Auseinandersetzung. Das Projekt rückt jedoch keine These in den Vordergrund. Vielmehr stellt es visuell starke Positionen und teils sehr unterschiedliche Herangehensweisen von solchen KünstlerInnen einander gegenüber, die sich bereits über lange Strecken mit Fragen der visuellen Darstellung sozialer und geografischer Räume beschäftigen.


TEILNEHMENDE KÜNSTLERINNEN
Kader Attia (F)
Hubert Blanz (A)
Ramesch Daha (A)
Leif Elggren (SE)
Peter Fend (US)
Quin Ca (CHIN)
Dariusz Kowalski (POL)
Carl Michael v. Hausswolff (SE)
Masha Poluetkova (RU)
Gabriele Sturm (A)
Ruth Schnell (A)
Peter Weibel (A)
Kateryna Zavaloka
Dmytro Fedorenko (UA)


KURATOR
Roland Schöny
www.artfile.at

PRODUKTION   
Peter Hofstätter
 
PRODUKTIONSASSISTENZ
Matthias Alexander Makowsky

 
NOW/HERE




30. JAN – 21. FEB 2016
MO–FR 11–20 H

ERÖFFNUNG
Freitag, 29. Jänner 2016, 19–22 H

Anknüpfend an die Ausstellung „ELSEWHERE. Observations on Islands“ (2015) zur Betrachtung des „Insularen“ als Paradigma der Offenheit, der Pluralität und der relationalen Idee eines „Anderswo“, setzt sich die thematische Gruppenausstellung „NOW/HERE“ in einer vielschichtigen, ästhetisch verwobenen Fallstudie mit dem Begriff des Ephemeren auseinander.

Das Ephemere darf nicht vorschnell als das Gegenteil von Langlebigkeit und „Nachhaltigkeit“ beurteilt werden. Vielmehr ist es der Inbegriff der Kostbarkeit des einen bestimmten Moments und eine poetische Erinnerung daran, dass Unendlichkeit nur ein Konzept der mathematischen Wissenschaften ist. Per Definition wird der Begriff des „Ephemeren“ (im Englischen auch „Evanescence“) mit folgendem Beispielsatz erklärt: „die Flüchtigkeit von Dampf, eines Traums, der irdischen Pflanzen oder der Hoffnung“.

Die Ausstellung berührt die Vorstellung von Wert in einer beschleunigten Gesellschaft, die den Augenblick konsumiert und ebenso schnell wieder vergisst, während jeder Schritt auf dem Weg im digitalen Archiv des Internet konserviert wird. Die Werteverschiebung geht unsichtbar von statten, wie die Spuren, die wir hinterlassen, während wir uns durch Raum und Zeit bewegen. Ressourcen verbrennen asynchron und erinnern stets an die Vergänglichkeit, ihre Bedeutung und ihre Folgen. Es passiert „Hier“ und „Jetzt“, und nirgendwo anders.


KÜNSTLERINNEN
Andy Boot (AUS/AT)
Marilia Furman (BR)
Flora Hauser (AT)
Raphael Hefti (CH)
Alicja Kwade (DE)
Lisa Oppenheim (USA)
Sarah Pichlkostner (AT)
Lucia Elena Prusa (DE/AT)
Fred Sandback (USA)
Max Schaffer (CL/DE)
Sarah Schönfeld (DE)
Daniel Steegmann Mangrané (ES/BR)
Iris Touliatou (GR)


KURATORIN
Marlies Wirth

KONZEPT
Marlies Wirth und Andreas Duscha

Die Ausstellung wird unterstützt durch das Österreichische Bundeskanzleramt.


PERSONAL TOURS 

MI 19–21 H und SAT 17–19 H

FINISSAGE
SA 20. FEB 2016, 17–19 H


AUSSTELLUNG
30. JAN – 21. FEB 2016
MO–FR 11 – 20 H

ERÖFFNUNG
FR 29. JAN 2016, 19–22 H

ORT
Franz-Josefs-Kai 3, 1010 Wien


PRESSEMATERIAL
http://www.dropbox.com/sh/a0u0vax39nljbpx/AAB4ubS-6TRyve1BY6Y8c9O9a?dl=0

PRESSESPIEGEL
review "PARNASS" online:
http://www.parnass.at/aktuelles/its-now-and-here-and-nowhere-else-von-der-bedeutung-des-augenblicks

review "der standard" online/print:
http://derstandard.at/2000031145779/NowHere-Verweile-doch-du-bist-so-fluechtig

review "wiener zeitung" online/print:
http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/kultur/kunst/800723_Hommage-an-den-Augenblick.html

review "kurier" online/print:
http://kurier.at/kultur/kunst/neue-zugaenge-zu-einer-kunst-des-augenblicks/179.734.630

falter "beste ausstellung der woche"/platz 1 / 10.2.2016 &
review "falter" online/print:
http://www.falter.at/archiv/FALTER_201602102FC11B7C41/drogen-die-wie-halbedelsteine-schillern

blog feature "a raw tip":
http://arawtip.blogspot.co.at/2016/02/nowhere-franz-josefs-kai-3-vienna.html

blog feature "daily lazy":
http://daily-lazy.blogspot.co.at/2016/02/nowhere-at-franz-josefs-kai-3vienna.html